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Das “Job-Wunder“ geht weiter

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Das “Job-Wunder“ geht weiter  - Arbeitsmarkt bleibt prekär für Jung und Alt - 2012


Das DGB-Vorstandsmitglied, Annelie Buntenbach, zu den aktuellen statistischen Arbeitsmarktzahlen:

„Die im Vorjahresvergleich positive Entwicklung der Arbeitslosenzahlen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Arbeitsmarkt für Jung und Alt weiterhin prekär bleibt. Von guter Arbeit mit anständigen Löhnen und sicheren Perspektiven sind gerade junge Arbeitnehmerinnen [‘Arbeitnehmerinnen’?] und Arbeitnehmer [‘Arbeitnehmer’?] meilenweit entfernt. Jungen Menschen wird es schwer gemacht, eine stabile Beschäftigung zu finden. Jede zweite Neueinstellung erfolgt nur befristet. Rund ein Drittel der freien Stellen ist in der Leiharbeitsbranche.“ -

„Gleichzeitig geht der Rückgang der Arbeitslosigkeit an den Älteren und Langzeitarbeitslosen vorbei. Während die Arbeitslosigkeit in den zwölf Monaten insgesamt um fast acht Prozent gesunken ist, ging sie bei den Älteren nur um 3,2 Prozent zurück. Noch immer sind rund 570.000 Personen über 55 Jahren arbeitslos, obwohl der Arbeitsmarkt demografisch entlastet wird, weil zurzeit geburtenstarke Jahrgänge in den Ruhestand wechseln. Weiter 100.000 Hartz-IV-Empfänger über 58 Jahre werden gar nicht mehr mitgezählt, da man ihnen keinen Job [‘Job’?] in den letzten 12 Monaten anbieten konnte. Allein dies sind 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.“ [1]    

Eine Lesermeinung in der Frankfurter Allgemeine Zeitung - FAZ.NET - zum statistischen “Job-Wunder“:

“Traue nie einer Statistik
die du nicht selbst gefälscht hast!
Es gibt Arbeitsplätze mit Arbeitsbedingungen, die möchte ich nicht GESCHENKT haben und es gibt Menschen, die haben ANGST, solche Arbeitsplätze zu verlieren, obwohl dort Gehälter gezahlt werden, die nicht mal das Hartz IV-Niveau erreichen!“ -

“Beispiel: Meine Schwester, sie hat einen Arbeitgeber, der sie schikaniert wo er nur kann, er brüllt seine Mitarbeiter vor allen an (auch vor Kunden). Das habe ich selbst beobachtet. Als ich ihr sagte, beschwere Dich doch bei der Firmenleitung, sagte sie, dann habe ich schneller die Kündigung als ich mich zweimal umdrehen kann. Dabei hat sie im Vergleich zu ihrer Freundin, die von Hartz IV lebt, unterm Strich 96,46 EUR weniger im Geldbeutel (das haben wir mal genau nachgerechnet), da sie nicht von der GEZ befreit ist und auch niemand ihre Miete + Nebenkosten übernimmt!“ -

“Sowas gibt es - mitten in Deutschland! Fragen Sie mal Schlecker-, Lidl-, KiK-, H&H-, Apple-Mitarbeiter und es gibt sicher noch sehr viele mehr!“ (Vgl.) [2]

Quelle: [1] DGB - Bundesvorstand, Pressemitteilung 014 - 31.01.2012: »Arbeitsmarkt bleibt prekär für Jung und Alt«
http://www.dgb.de/presse/++co++801d43ca-4bfa-11e1-58d6-00188b4dc422

[2] * FAZ.NET, 31.01.2012. Arbeitsmarkt: “Das Job-Wunder geht weiter“ *
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-das-job-wunder-geht-weiter-11632563.html

Nachtrag

»Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern ist infolge der Krise auf den höchsten Stand seit 13 Jahren geklettert. Im Dezember 2011 betrug die Arbeitslosenquote in den 17 Eurostaaten nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat 10,4 Prozent - und war damit so hoch wie seit 1998 nicht mehr. {...}

Am stärksten wirkte sich die Krise in Spanien aus: Dort lag die Arbeitslosenquote bei 22,9 Prozent. Für Griechenland werden 19,2 Prozent ausgewiesen.

Spanien weist schon seit langem die bei weitem höchste Jugendarbeitslosigkeit auf. Derzeit ist fast jeder zweite Spanier unter 25 Jahren arbeitslos. Im gesamten Euroraum liegt die Jugendarbeitslosigkeit den Angaben zufolge bei 21,3 Prozent, in Deutschland hingegen [nach der offiziellen Statistik] mit 7,8 Prozent so tief wie in keinem anderen Euro-Land.« *

31.01.2012, Reinhold Schramm (Bereitstellung)

Aktualisiert (Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 00:27 Uhr)

 


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