M.-L.

AG Bildung: Die Jagd nach dem Extraprofit

In dem Beitrag „Strategien der Ausbeutung“ haben wir gesehen, wie sich die Kapitalisten mit der absoluten und relativen Mehrwertproduktion die Mehrarbeit (entspricht der Differenz der täglichen Arbeitszeit und der notwendigen Arbeit) unmittelbar aus der Arbeitskraft des Arbeiters unentgeldlich aneignen. Mit der Jagd nach dem Extraprofit, von Karl Marx als „Surplus“ bezeichnet, eröffnet sich den Kapitalisten eine neue Quelle des Profits, der – wie wir im Folgenden sehen werden – aus der Kapitalbewegung (worin die durch Kapital in Bewegung gesetzte Arbeit inbegriffen ist) selbst resultiert.  
Kapitalisten investieren in den Produktionsbetrieb ihres Unternehmens, um mit neuen Technologien, mit Hilfe modernerer resp. umorganisierter Produktionsabläufe, etc. Waren zu produzieren, die gegenüber den Produktionsverfahren ihrer Konkurrenten einen geringeren Kostpreis (= Wert der in einer Ware enthaltenden Arbeit, d.h. c + v) aufweisen. Ein Kapitalist kann allerdings auch durch den Ankauf von innovativeren, geschickteren oder schnelleren Arbeiter zu geringeren Kostpreisen kommen. Aus diesem „….schneller als …“, „… besser, wie …..“ oder „….effektiver, wie…“ resultiert ein Extraprofit, der zunächst unabhängig von der auszubeutenden Arbeitskraft ist. Den Ursprung und die innere Logik des Extraprofits verdeutlicht ein einfaches Rechenbeispiel.

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AG Bildung: Strategien der Ausbeutung

Die Produktion von Mehrwert und die Aneignung unbezahlter Arbeit durch den Kapitalisten ist das Wesen der kapitalistischen Produktion (vgl. Newsletter vom 01.07.2010). Es ergibt sich die Frage, wie der Kapitalist sein Ziel, während des Arbeitstages des Lohnarbeiters sich unbezahlte Arbeit anzueignen, erreicht. Bevor wir uns mit den Strategien der Aneignung unbezahlter Arbeit, d.h. die absolute und relative Mehrwertproduktion beschäftigen, müssen wir zwei Begriffe einführen, die als Paar objektive Bedingungen eines jeden Produktionsprozesses darstellen.
Jeder Arbeitstag wird in „notwendige Arbeitszeit“ und „Mehrarbeitszeit“ unterteilt. Unter der notwendigen Arbeit wird jener Teil der Arbeitstages verstanden, dessen Produkt der Reproduktion des Produzenten (=Arbeiter) und seiner Familie (Nahrung, Wohnung, etc.) dient. Diese Zeitspanne entspricht dem Wert der Ware Arbeitskraft und dafür erhält der Arbeiter seinen Arbeitslohn. In einem nicht auflösbaren Gegensatz zur notwendigen Arbeit steht die Mehrarbeit. Die Mehrarbeitszeit kennzeichnet Differenz zwischen der notwendigen Arbeitszeit und der täglichen gesamten Arbeitszeit. Während dieses Zeitabschnittes stellt der Produzent Güter her, die über das Niveau der zur Selbsterhaltung des Produzenten und seiner Familie notwendigen Gütermenge hinausgehen. Für diese Mehrarbeit wird der Arbeiter nicht bezahlt und der Kapitalist eignet sich die produzierten Güter resp. deren Werte an.  

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AG Bildung: Der Ursprung des Mehrwertes

Im KI-Newsletter vom 1. Juni haben wir uns mit dem zentralen Gesetz der kapitalistischen Produktion beschäftigt. Das Gesetz der „Akkumulation des Kapitals“ beschreibt den unmittelbaren gesetzmäßigen Zusammenhang zwischen der Produktion und Aneignung von Mehrwert sowie der Akkumulation von Kapital einerseits und der Verelendung der Arbeiterklasse andrerseits auf Grundlage des privaten Besitzes an den Produktionsmitteln. Wir hatten festgestellt, dass das dem Warenwert entsprechende Geldkapital (G`) in der dritten Phase der Kapitalbewegung (also nach dem Produktionsprozess) einem größeren Wert entspricht als der Summe des Geldkapitals (G) vor dem Produktionsprozess. Die Differenz zwischen G` und G entspricht vereinfacht formuliert dem Mehrwert, den sich der Kapitalist unentgeltlich aneignet und es erneut als – der Ausbeutung der Arbeiterklasse dienende – Kapital in die Zirkulation einsetzt. Durch die immer produktiver werdende Arbeit erzeugt die Arbeiterklasse als Quelle des Wertes immer mehr Reichtum. In dem folgenden Abschnitt wollen wir uns nun mit dem Ursprung des Mehrwertes beschäftigen.

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RESOLUTION OF THE 18TH CONGRESS OF KKE

Assessments & conclusions on socialist construction during the 20th century, focusing on the USSR. KKE’s perception on socialism

Introduction
A. The Contribution of the Socialist System
B. Theoretical positions on Socialism as the first, lower stage of Communism
C. Socialism in the USSR Causes of the victory of the counter-revolution
Assessments on the economy during the course of socialist construction in the USSR
Conclusions on the role of the Communist Party in the process of socialist constructionThe course of Soviet power
The strategy of the international communist movement and developments within it
An evaluation of the stance of KKE
Issues for further study
D. The necessity and timeliness of Socialism. Enrichment of our programmatic conception of Socialism
The necessity and timeliness of socialism
Enrichment of our programmatic conception concerning socialism
Epilogue

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AG Bildung: Zu den Ursachen von Wirtschaftskrisen in der „Marktwirtschaft“

 

Jeder Mensch weiß oder ahnt, was im allgemeinen Sprachgebrauch unter Marktwirtschaft verstanden wird. Ein mit der Marktwirtschaft häufig verknüpfter Begriff ist der Kapitalismus, der heute allerdings im Bewusstsein der Menschen und in den bürgerlichen Medien verpönt ist. Wir Kommunisten haben dazu beigetragen, dass mit dem Kapitalismus unangenehme Assoziationen verbunden sind und aus diesem Grund von den bürgerlichen Massenmedien gemieden wird. In der Vergangenheit erlebten wir auch, dass die „freie Marktwirtschaft“ aus Gründen der gesellschaftlichen Akzeptanz mit staatlichen Regelmechanismen zur „sozialen Marktwirtschaft“ wurde. An den Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen hat die „soziale Marktwirtschaft“ allerdings nichts geändert. Heute erleben wir den Kapitalismus in seiner am weitesten entwickelten Form: dem  Imperialismus, in der die Herrschaft der freien Konkurrenz durch die Herrschaft der Monopole abgelöst wurde.

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SCHAFFUNG VON BILDUNGSMODULEN

Liebe Genossen, liebe Leser!
Aufgrund der jüngsten Diskussionen im OK soll die politische Bildung in den Basisstrukturen der KI ausgebaut und stärker als bisher verankert werden. Langfristiges Ziel ist die Schaffung von Bildungsmodulen auf marxistisch-leninistischer Grundlage mit denen die Regionalgruppen vor Ort unabhängig voneinander politische Bildung durchführen können (Stichwort Regionalisierung der Bildungsarbeit). Um diesen Anspruch gerecht zu werden, ist ein intensiver Austausch mit den Regionalgruppen wünschenswert und auch notwendig. Aus diesem Grund wendet sich die AG Bildung an die aktiven Genossen in den Regionalgruppen (RG Südost, Ost, Dresden, Frankfurt, Berlin und Nordrhein-Westfalen) mit der Bitte, aus ihrem Kreis eine Person zu benennen, der/die Interesse an der Bildungsarbeit hat und die an der kollektiven Entwicklung eines methodisch abgestimmten Bildungskonzeptes interessiert ist. Die Person fungiert darüber hinaus als Ansprechpartner vor Ort. Ein erster Kristallisationspunkt für unsere Arbeit ist die zweite, im Herbst stattfindende Perspektivkonferenz.

Für die Kontaktaufnahme wendet Euch bitte an die AG Bildung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 

AG Bildung: Der Kreislauf des Kapitals

Liebe Genossen, liebe Leser. In dem folgenden Kapitel wollen wir uns mit der Triebfeder der kapitalistischen Produktion beschäftigen. Es geht heute um die Definition und die Ableitung wichtiger Begriffe wie Kapital, Mehrwert und Kapitalkreislauf. Der vor Euch liegende Text ist vergleichsweise umfangreich geworden – hierfür bitten wir um Entschuldigung. Auf eine Teilung des Textes haben wir dennoch verzichtet, da wir den Verlust der inneren Logik bei einem in sich abgeschlossenen Themas befürchteten.
Bevor wir uns dem neuen Thema widmen, kurz ein Rückblick auf den Text des vergangenen Newsletters.

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AG Bildung: Die einfache Warenzirkulation

Im letzten Beitrag haben wir uns mit der Frage der Wertform einer Ware beschäftigt. Es wurde festgestellt, dass eine Ware ihren spezifischen Wert nicht durch sich selbst darstellen und ausdrücken kann sondern hierzu eine andere Ware benötigt. Ferner haben wir über die einfache Wertform und der entfalteten Wertform die allgemeine Wertform abgeleitet, bei der alle auf dem Markt befindlichen Waren sich in einer Ware, die sich in der der Äquivalentform befindet, ausdrücken können. Mit zunehmender Entwicklung der Produktivkräfte entwickelte sich aus diversen Naturalien und/oder Edelmetallen das Geld als allgemeine, gesellschaftlich anerkannte Äquvialentform für die Ware. Geld stellt somit ein Wertmaß für allgemeine menschliche Arbeit dar. Nun stellt sich allerdings die Frage, wozu das Geld dient.

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M.I. Kalinin - Über kommunistische Erziehung: Rede in einer von der Redaktion der "Lehrerzeitung" 
einberufenen Beratung der besten Stadt- und Landschullehrer (Auszug)

Theorie

am 28. Dezember 1918

1. ÜBER DIE MEISTERUNG DER 
MARXISTISCH-LENINISTISCHEN THEORIE
Genossen! Bei uns spricht man jetzt viel vom Studium der revolutionären Theorie des Marxismus-Leninismus, vom Studium der Geschichte der bolschewistischen Partei. Die Hauptsache ist hier, dass man das Wesen dieser Theorie erfasst, dass man lernt, sie in der Praxis anzuwenden, und dass man die Erfahrung des revolutionären Kampfes unserer Partei beherzigt.
Beim Lesen des "Kurzen Lehrgangs der Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki)" war ich begeistert von dem tiefen Gehalt, den präzisen Gedanken und der einfachen Darlegung, doch an den genauen Wortlaut kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Aber es kommt gar nicht so sehr darauf an, dass man sich daran erinnert, die Hauptsache ist das Verständnis.
Die marxistisch-leninistische Theorie ist kein Glaubenssymbol, keine Dogmensammlung, sondern eine Anleitung zum Handeln. 
Manche Leute sagen, wenn sie über die Meisterung des Marxismus-Leninismus sprechen: "eine intensive Arbeit", "eine besonders intensive Arbeit" usw. Man muss jedoch verstehen, dass die Hauptsache am Marxismus-Leninismus nicht der Buchstabe ist, sondern sein Wesen, der revolutionäre Geist.

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AG Bildung: Die Wertform der Ware

Im KI-Newsletter vom 1. April 10 haben wir die als Doppelcharakter der Ware bezeichneten spezifischen Wesenmerkmale einer Ware in der kapitalistischen Warenproduktion kennengelernt: jede Ware besitzt einen Gebrauchswert und einen Tauschwert. Diese Bestimmungen resultieren aus dem Doppelcharakter der Arbeit. Als Verausgabung „abstrakter Arbeit“ (d.h. gleicher menschlicher Arbeit) wird der Tauschwert (= Wert) und als „konkrete Arbeit“ (d.h. zweckbestimmt) der Gebrauchswert einer Ware produziert. Beide Pole der Ware bilden eine widersprüchliche dialektische Einheit: Im Gebrauch interessiert uns nicht der Tauschwert und beim Tausch wird vom Gebrauchswert abstrahiert. Die Widersprüche in der Ware pflanzen sich in der gesamten kapitalistischen Produktion fort und werden an der Oberfläche der Gesellschaft sichtbar. Ausgehend von dem Doppelcharakter der Ware „möchte die Ware nun Subjekt werden“ und ihren spezifischen, durch die abstrakte menschliche Arbeit verkörperten Wert ausdrücken. Als einzelne, isoliert stehende Ware kann sie ihren Wert nicht ausdrücken: ein bestimmter Eimer kann seinen Wert eben nicht durch sich selbst ausdrücken. Die Ware A benötigt also eine andere Ware, die Ware B, um ihren Wert auszudrücken oder mit anderen Worten: sie muß sich einen Wertausdruck suchen. Die Art und Weise, wie die Ware ihren spezifischen Wert ausdrückt, wird als die Wertform der Ware oder auch die Erscheinungsformen des Wertes bezeichnet.

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Lenin. Das Leben des russischen Revolutionärs in Daten

Lenin_0122. April 1870: Wladimir Iljitsch Uljanow wird in Simbirsk (seit 1924 Uljanowsk) geboren. Sein Vater ist der Volksschulinspektor Ilja Nikolajewitsch Uljanow (1831–1886), seine Mutter Maria Alexandrowna geborene Blank (1835–1916). Wladimir Iljitsch war das vierte von insgesamt acht Kindern der Familie.

20. Mai 1887: Uljanows Bruder Alexander (geb. 1866) wird wegen Beteiligung an einem Attentat auf Zar Alexander II. in St. Petersburg hingerichtet.

22. Juni 1887: Wladimir Uljanow erhält das Reifezeugnis mit einer Goldmedaille.

16./17. Dezember 1887: Lenin beteiligt sich an Studentenprotesten in Kasan, wo er Jura studiert, und wird von der Universität relegiert.

Ab Herbst 1888: Der 18jährige nimmt an einem marxistischen Zirkel in Kasan teil, liest das »Kapital« von Karl Marx und »Was tun?« von Nikolai Tschernyschewski

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AG Bildung: Wesen der Ware

Im vergangenen KI-Newsletter kündigte die AG Bildung einen regelmäßig erscheinenden Beitrag zur politischen Bildung der LeserInnen an. Diese Aufgabe ist für die AG insofern eine Herausforderung, als daß die Vorkenntnisse bezogen auf die politisch-ökonomische Vorbildung bei der großen Anzahl der KI- Newsletter-Leserschaft vermutlich sehr unterschiedlich sind. Aus diesem Grund wurden die Texte inhaltlich derart abgefasst, daß sie ohne Hintergrundwissen zu verstehen und nachvollziehbar sind. Für diejenigen GenossenInnen, die bereits Vorkenntnisse z.b. durch das Selbststudium oder einem Fernstudium erworben haben, mögen die Beiträge zur Auffrischung ihres ökonomischen Verständnisses dienen. Beginnen wollen wir mit der Ökonomie des Kapitalismus.

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Und der Zukunft zugewandt

Der Protokollband der gleichnamigen wissenschaftlichen Konferenz vom 10./11. Oktober 2009 in Berlin, anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der DDR, ist nun erhältlich!

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