M.-L.
AG Bildung: Die Jagd nach dem ExtraprofitIn dem Beitrag „Strategien der Ausbeutung“ haben wir gesehen, wie sich die Kapitalisten mit der absoluten und relativen Mehrwertproduktion die Mehrarbeit (entspricht der Differenz der täglichen Arbeitszeit und der notwendigen Arbeit) unmittelbar aus der Arbeitskraft des Arbeiters unentgeldlich aneignen. Mit der Jagd nach dem Extraprofit, von Karl Marx als „Surplus“ bezeichnet, eröffnet sich den Kapitalisten eine neue Quelle des Profits, der – wie wir im Folgenden sehen werden – aus der Kapitalbewegung (worin die durch Kapital in Bewegung gesetzte Arbeit inbegriffen ist) selbst resultiert.
AG Bildung: Strategien der AusbeutungDie Produktion von Mehrwert und die Aneignung unbezahlter Arbeit durch den Kapitalisten ist das Wesen der kapitalistischen Produktion (vgl. Newsletter vom 01.07.2010). Es ergibt sich die Frage, wie der Kapitalist sein Ziel, während des Arbeitstages des Lohnarbeiters sich unbezahlte Arbeit anzueignen, erreicht. Bevor wir uns mit den Strategien der Aneignung unbezahlter Arbeit, d.h. die absolute und relative Mehrwertproduktion beschäftigen, müssen wir zwei Begriffe einführen, die als Paar objektive Bedingungen eines jeden Produktionsprozesses darstellen.
AG Bildung: Der Ursprung des MehrwertesIm KI-Newsletter vom 1. Juni haben wir uns mit dem zentralen Gesetz der kapitalistischen Produktion beschäftigt. Das Gesetz der „Akkumulation des Kapitals“ beschreibt den unmittelbaren gesetzmäßigen Zusammenhang zwischen der Produktion und Aneignung von Mehrwert sowie der Akkumulation von Kapital einerseits und der Verelendung der Arbeiterklasse andrerseits auf Grundlage des privaten Besitzes an den Produktionsmitteln. Wir hatten festgestellt, dass das dem Warenwert entsprechende Geldkapital (G`) in der dritten Phase der Kapitalbewegung (also nach dem Produktionsprozess) einem größeren Wert entspricht als der Summe des Geldkapitals (G) vor dem Produktionsprozess. Die Differenz zwischen G` und G entspricht vereinfacht formuliert dem Mehrwert, den sich der Kapitalist unentgeltlich aneignet und es erneut als – der Ausbeutung der Arbeiterklasse dienende – Kapital in die Zirkulation einsetzt. Durch die immer produktiver werdende Arbeit erzeugt die Arbeiterklasse als Quelle des Wertes immer mehr Reichtum. In dem folgenden Abschnitt wollen wir uns nun mit dem Ursprung des Mehrwertes beschäftigen.
RESOLUTION OF THE 18TH CONGRESS OF KKEAssessments & conclusions on socialist construction during the 20th century, focusing on the USSR. KKE’s perception on socialism Introduction AG Bildung: Zu den Ursachen von Wirtschaftskrisen in der „Marktwirtschaft“
Jeder Mensch weiß oder ahnt, was im allgemeinen Sprachgebrauch unter Marktwirtschaft verstanden wird. Ein mit der Marktwirtschaft häufig verknüpfter Begriff ist der Kapitalismus, der heute allerdings im Bewusstsein der Menschen und in den bürgerlichen Medien verpönt ist. Wir Kommunisten haben dazu beigetragen, dass mit dem Kapitalismus unangenehme Assoziationen verbunden sind und aus diesem Grund von den bürgerlichen Massenmedien gemieden wird. In der Vergangenheit erlebten wir auch, dass die „freie Marktwirtschaft“ aus Gründen der gesellschaftlichen Akzeptanz mit staatlichen Regelmechanismen zur „sozialen Marktwirtschaft“ wurde. An den Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnissen hat die „soziale Marktwirtschaft“ allerdings nichts geändert. Heute erleben wir den Kapitalismus in seiner am weitesten entwickelten Form: dem Imperialismus, in der die Herrschaft der freien Konkurrenz durch die Herrschaft der Monopole abgelöst wurde.
SCHAFFUNG VON BILDUNGSMODULENLiebe Genossen, liebe Leser! Für die Kontaktaufnahme wendet Euch bitte an die AG Bildung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . AG Bildung: Der Kreislauf des KapitalsLiebe Genossen, liebe Leser. In dem folgenden Kapitel wollen wir uns mit der Triebfeder der kapitalistischen Produktion beschäftigen. Es geht heute um die Definition und die Ableitung wichtiger Begriffe wie Kapital, Mehrwert und Kapitalkreislauf. Der vor Euch liegende Text ist vergleichsweise umfangreich geworden – hierfür bitten wir um Entschuldigung. Auf eine Teilung des Textes haben wir dennoch verzichtet, da wir den Verlust der inneren Logik bei einem in sich abgeschlossenen Themas befürchteten.
AG Bildung: Die einfache WarenzirkulationIm letzten Beitrag haben wir uns mit der Frage der Wertform einer Ware beschäftigt. Es wurde festgestellt, dass eine Ware ihren spezifischen Wert nicht durch sich selbst darstellen und ausdrücken kann sondern hierzu eine andere Ware benötigt. Ferner haben wir über die einfache Wertform und der entfalteten Wertform die allgemeine Wertform abgeleitet, bei der alle auf dem Markt befindlichen Waren sich in einer Ware, die sich in der der Äquivalentform befindet, ausdrücken können. Mit zunehmender Entwicklung der Produktivkräfte entwickelte sich aus diversen Naturalien und/oder Edelmetallen das Geld als allgemeine, gesellschaftlich anerkannte Äquvialentform für die Ware. Geld stellt somit ein Wertmaß für allgemeine menschliche Arbeit dar. Nun stellt sich allerdings die Frage, wozu das Geld dient.
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M.I. Kalinin - Über kommunistische Erziehung: Rede in einer von der Redaktion der "Lehrerzeitung" einberufenen Beratung der besten Stadt- und Landschullehrer (Auszug)
am 28. Dezember 1918 1. ÜBER DIE MEISTERUNG DER
MARXISTISCH-LENINISTISCHEN THEORIE
AG Bildung: Die Wertform der WareIm KI-Newsletter vom 1. April 10 haben wir die als Doppelcharakter der Ware bezeichneten spezifischen Wesenmerkmale einer Ware in der kapitalistischen Warenproduktion kennengelernt: jede Ware besitzt einen Gebrauchswert und einen Tauschwert. Diese Bestimmungen resultieren aus dem Doppelcharakter der Arbeit. Als Verausgabung „abstrakter Arbeit“ (d.h. gleicher menschlicher Arbeit) wird der Tauschwert (= Wert) und als „konkrete Arbeit“ (d.h. zweckbestimmt) der Gebrauchswert einer Ware produziert. Beide Pole der Ware bilden eine widersprüchliche dialektische Einheit: Im Gebrauch interessiert uns nicht der Tauschwert und beim Tausch wird vom Gebrauchswert abstrahiert. Die Widersprüche in der Ware pflanzen sich in der gesamten kapitalistischen Produktion fort und werden an der Oberfläche der Gesellschaft sichtbar. Ausgehend von dem Doppelcharakter der Ware „möchte die Ware nun Subjekt werden“ und ihren spezifischen, durch die abstrakte menschliche Arbeit verkörperten Wert ausdrücken. Als einzelne, isoliert stehende Ware kann sie ihren Wert nicht ausdrücken: ein bestimmter Eimer kann seinen Wert eben nicht durch sich selbst ausdrücken. Die Ware A benötigt also eine andere Ware, die Ware B, um ihren Wert auszudrücken oder mit anderen Worten: sie muß sich einen Wertausdruck suchen. Die Art und Weise, wie die Ware ihren spezifischen Wert ausdrückt, wird als die Wertform der Ware oder auch die Erscheinungsformen des Wertes bezeichnet.
Lenin. Das Leben des russischen Revolutionärs in Daten 22. April 1870: Wladimir Iljitsch Uljanow wird in Simbirsk (seit 1924 Uljanowsk) geboren. Sein Vater ist der Volksschulinspektor Ilja Nikolajewitsch Uljanow (1831–1886), seine Mutter Maria Alexandrowna geborene Blank (1835–1916). Wladimir Iljitsch war das vierte von insgesamt acht Kindern der Familie.
20. Mai 1887: Uljanows Bruder Alexander (geb. 1866) wird wegen Beteiligung an einem Attentat auf Zar Alexander II. in St. Petersburg hingerichtet. 22. Juni 1887: Wladimir Uljanow erhält das Reifezeugnis mit einer Goldmedaille. 16./17. Dezember 1887: Lenin beteiligt sich an Studentenprotesten in Kasan, wo er Jura studiert, und wird von der Universität relegiert. Ab Herbst 1888: Der 18jährige nimmt an einem marxistischen Zirkel in Kasan teil, liest das »Kapital« von Karl Marx und »Was tun?« von Nikolai Tschernyschewski
AG Bildung: Wesen der WareIm vergangenen KI-Newsletter kündigte die AG Bildung einen regelmäßig erscheinenden Beitrag zur politischen Bildung der LeserInnen an. Diese Aufgabe ist für die AG insofern eine Herausforderung, als daß die Vorkenntnisse bezogen auf die politisch-ökonomische Vorbildung bei der großen Anzahl der KI- Newsletter-Leserschaft vermutlich sehr unterschiedlich sind. Aus diesem Grund wurden die Texte inhaltlich derart abgefasst, daß sie ohne Hintergrundwissen zu verstehen und nachvollziehbar sind. Für diejenigen GenossenInnen, die bereits Vorkenntnisse z.b. durch das Selbststudium oder einem Fernstudium erworben haben, mögen die Beiträge zur Auffrischung ihres ökonomischen Verständnisses dienen. Beginnen wollen wir mit der Ökonomie des Kapitalismus.
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22. April 1870: Wladimir Iljitsch Uljanow wird in Simbirsk (seit 1924 Uljanowsk) geboren. Sein Vater ist der Volksschulinspektor Ilja Nikolajewitsch Uljanow (1831–1886), seine Mutter Maria Alexandrowna geborene Blank (1835–1916). Wladimir Iljitsch war das vierte von insgesamt acht Kindern der Familie.


