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Irland: Republikanische Bewegung – „Der Kampf geht weiter“

INTERNATIONAL - Internationale Solidarität

Osterstellungnahme der Republikanischen Bewegung veröffentlicht
In der diesjährigen Osterstellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung wird betont, „der Kampf geht weiter“.
Die Stellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung wird jährlich zu Ostern veröffentlicht. Sie wird an den Ostertagen auf über 80 Gedenkveranstaltungen an den irischen Aufstand zu Ostern 1916 in Irland, England, Schottland und Nordamerika verlesen.
Die jährliche Osterstellungnahme gilt als bedeutendste Stellungnahme über die politischen Aufgaben der Republikanischen Bewegung in Irland.
In der diesjährigen Stellungnahme wird Bezug nehmend auf das kürzlich unterzeichnete Hillsborough-Abkommen erklärt: „Im vergangenen Jahr wurde festgelegt, dass die öffentliche Verwaltung von Westminster an Stormont übergehen soll. Trotzdem, die politische Verwaltung wird sich nicht ändern und weiterhin aus London geleitet werden. Das ist keine Übertragung der Verwaltung und der Justiz.“
Die Nachricht erklärt weiters: „Ihrerseits hat die republikanische Jugend der RUC/PSNI ihre Antwort [auf das Abkommen] auf den Straßen unzähliger Städte im besetzten Gebiet gegeben. Wir wertschätzen ihre Taten.“
Bezug nehmend auf die Anschlagsserie der letzten Monate in Nordirland liest sich: „Wir sehen den ungebrochenen Widerstand der Volunteers der Continuity IRA gegen britische Besatzungskräfte. Der Kampf geht weiter!“
Zum Abschluss wird betont, man wolle eine „jüngere Generation versammeln“, um den Kampf, der 1916 begonnen wurde, „zum Wohle der gesamten Menschheit zu vollenden“.

Críoch/Ende.

Osterstellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung

Die Führung der Republikanischen Bewegung möchte am 94. Jahrestag des historischen Osteraufstands von 1916 an alle Grüße senden, die heute an den Gräbern und Monumenten der gefallenen Republikanerinnen und Republikaner aller Generationen gedenken.
Im vergangenen Jahr wurde festgelegt, dass die öffentliche Verwaltung von Westminster an Stormont übergehen soll. Trotzdem, die politische Verwaltung wird sich nicht ändern und weiterhin aus London geleitet werden. Im St. Andrew’s Abkommen, dass durch das Hillsborough Abkommen erweitert wurde, ist festgelegt worden, dass die „innere Sicherheit“ die Aufgabe des britischen MI5-Geheimdienstes sein wird, RUC/PSNI nimmt zugleich eine Hilfsrolle ein.
Der MI5 wird gegen über der Verwaltung in Stormont in sicherheitsrelevanten Fragen nicht rechenschaftspflichtig sein. Aber er wird die Versammlung in für ihn „relevanten“ Fragen, geheim beraten können.
Das ist keine Übertragung der Verwaltung und der Justiz. London wird die Kontrolle behalten. Ihrerseits hat die republikanische Jugend der RUC/PSNI ihre Antwort auf den Straßen unzähliger Städte im besetzten Gebiet gegeben. Wir wertschätzen ihre Taten.
In den 26 Grafschaften wird die Fahne der Besatzung, der Union Jack, immer häufiger auf Festivals und anderen öffentlichen Veranstaltungen gehisst. Gleichsam werden britische Militäruniformen öffentlich zur Schau gestellt, obwohl das Tragen dieser Uniformen südlich der Grenze für Jahrzehnet nach 1922 verboten war.
All dies dient der Vorbereitung eines Staatsbesuchs der englischen Königin in die 26 Grafschaften. Das gekrönte Haupt, dass Souveränität über Irland beansprucht, hat das Land für über ein Jahrhundert nicht besucht. Es ist essenziell, dass ein solcher Besuch mit Opposition begegnet wird. Wenn dies nicht geschieht, bedeutet es die Akzeptierung der „königlichen Bezeichnung und Titel“ als so genannte „Königin von Nordirland“. Als Republikanerinnen und Republikaner können wir nicht, dürfen wir nicht und werden wir nicht, einen derartigen Umstand ohne bedeutenden Protest vonstatten gehen lassen.
Dieses Jahr zu Ostern wollen wir unsere Unterstützung für die Shell to Sea-Kampagne und ihren Protest gegen die Ausbeutung irischer Bodenschätze durch multinationale Konzerne und die daraus folgende Gefährdung von Anwohnerinnen und Anwohner im Ros Dumhach Gaeltacht, untermauern. Wir bewundern die Haltung des lokalen Fischers Pat O’Donnell gegen die angeheuerten Privatarmeen von Sicherheitsleuten; aufgrund seiner Haltung gegen Unterdrückung muss er nun Zeit im Gefängnis verbringen.
Abermals verurteilen wird die Beschreibung überzeugter Republikanerinnen und Republikaner als „Verräter“ durch eine Person, die im Jahr 1986 erklärte, der Kampf für nationale Befreiung werde „niemals, niemals, niemals“ enden, solange Freiheit in Irland nicht erreicht wurde. Auf demselben Ereignis verpflichtete er sich im Namen seiner Gefolgsleute niemals Westminster order Stormont zu betreten.
Nun verwalten sie von Stormont aus britische Herrschaft in Irland. Sie haben Büros in Westminster und erhalten jährlich hunderttausende Pfund Sterling von der englischen Regierung. Andere sind in naher Vergangenheit ihrem Beispiel gefolgt und haben auf Geheiß der britischen Regierung Waffen und Munition, die für die Unabhängigkeit Irlands bestimmt waren, zerstört.
Zugleich sehen den ungebrochenen Widerstand der Volunteers der Continuity IRA gegen britische Besatzungskräfte, die unermüdliche Arbeit der Mitglieder von Republican Sinn Féin für nationale Einigung und Unabhängigkeit und die aufsässige Haltung der republikanischen Gefangenen im Norden und Süden gegen ihre Gefängniswärter. Der Kampf geht weiter.
Republikanerinnen und Republikaner sind nicht überrascht über die Androhungen weiterer Repression durch Mitglieder der Verwaltung der 26 Grafschaften. Wie in der Vergangenheit werden wir uns erheben uns und dem unbeirrt widersetzen. Woche für Woche versucht die Klatschpresse durch Lügen und Erfindungen Verwirrung in den Reihen der Republikanerinnen und Republikaner zu schüren. Die Standhaften sind loyal zur Gesamt-irischen Republik und ihrer einzigen Autorität. Diese Position wurde wieder und wieder bestätigt, als die einzige Basis auf der aufgebaut werden kann.
Wir senden Grüße an unsere Gefangenen in Maghaberry, Co. Armagh und Portlaoise. Ihre täglicher Kampf soll uns allen Vorbild sein. Abermals versprechen wir ihre Angehörigen in der Zeit ihrer Inhaftierung zu unterstützen.
Á chairde, der Countdown zu 2016, der hundertste Jahrestag des folgenschweren Osteraufstandes, hat begonnen. Nur noch fünf weitere Ostern müssen vergehen, bis der Große Tag gekommen ist. Wir müssen die Vorbereitungen einleiten, um so sicherzustellen, dass dieses Ereignis uns nicht von jenen entrissen wird, die die jährlichen Gedenkfeiern an 1916 seit der 50-Jahrfeier in 1966 ignorieren.

Schreiten wir voran, loyal und treu, und versammeln wir eine jüngere Generation für die Vollendung der unvergängliche Sache, die im Jahr 1916 ein Jahrhundert des antikolonialen und antiimperialistischen Kampfs zum Wohle der gesamten Menschheit eröffnet hat!

An Phoblacht Abú!
Lang lebe die Republik!

-- veröffentlicht von der Führung der Republikanischen Bewegung, Ostern 2010

 


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